Kirche in Straelen

Katholiken und evangelische Christen haben in Straelen-Stadt, in den Ortsteilen Auwel-Holt und Broekhuysen, sowie in der Ortschaft Herongen die Möglichkeit, ihren Glauben zu leben. 

Deshalb gibt es in Straelen und Herongen auch viele Kirchen, die teilweise sehr alt sind.

Die Pfarrkirche St. Peter und Paul ist eine „Pseudo-Basilika“ im gotischen Baustil.

Die unterschiedlich hohen Dächer und die Bauweise der dicken Säulen in der Kirche geben Auskunft über den jeweiligen Bauabschnitt.

Kirchen in Herongen von oben

Unter dem Glockenturm befindet sich ein rotes Holzportal, das von 10 bis 18 Uhr geöffnet ist. Es ermöglicht dem Besucher, einen Blick in den Kirchenraum zu werfen.

Die Pfarrkirche St. Peter und Paul in der Innenstadt und die alte Amanduskirche in Herongen sind beide ungefähr gleich alt. Sie stammen aus dem 14. Und 15. Jahrhundert; also sind sie vor über 500 Jahren gebaut worden. Es gibt aber auf der gegenüberliegenden Straßenseite auf der Bergstraße in Herongen noch eine „neue“ Kirche, die auch St. Amandus heißt.

Die erste Kirche war aus Holz im 10. Jahrhundert nach Christus gebaut, die zwei weiteren Bauabschnitte erfolgten im 13. und 14. Jahrhundert. Fertiggestellt wurde sie im Jahre 1497. Das kann man in römischen Zahlen und Ziffern an einem „Triumpfbogen“ im Chorraum an der Kirchendecke lesen.

Straelener Kirche im Schnee

St. Peter und Paul hat einen wunderschönen Hauptalter mit Flügeln, die man auf- oder zuklappen kann. Er stammt aus der „Antwerpener Schule“ und wurde im 15. Jahrhundert gebaut bzw. geschnitzt. Antwerpen war damals schon eine reiche Handels- und Hafenstadt, in der viele Handwerksleute aus aller Welt arbeiteten und wohnten. Deshalb gab es dort auch Schnitzschulen, in denen Altäre gebaut wurden.  Noch heute sind in Antwerpen die großen Diamantschleifereien, ein ebenso altes Handwerk. Neben dem Hauptaltar gibt es noch den Josefsaltar, der aus der gleichen Epoche stammt und den Marienaltar, der aus der „Braunschweiger Schule“ kommt. Dieser ist „jünger“, also später gebaut worden.

Das sechssitzige Chorgestühl, das mit 1503 datiert ist, ist mit reichhaltigen Schnitzereien und Miserikordien unter den Sitzflächen versehen.

Ein besonderer Kunstschatz ist das Taufbecken aus Namurer Blaustein. Schätzungsweise wurden in ihm etwa 70 000 Kinder getauft. Er stammt aus dem Jahre 1200. Das runde Becken zieren vier Maskenkonsolen, zwischen denen die Geburt Christi, die Anbetung der Könige und die Evangelistensymbole dargestellt sind. 

Die stolze „Stockmann-Orgel“ überragt die Gläubigen im Kirchenraum und wenn sie ertönt,, bekommen viele Menschen eine Gänsehaut vor Ergriffenheit. Daneben gibt es noch eine kleine „Hawker-Orgel“. Sie steht im vorderen Teil der Kirche.

Über einen mobilen Spieltisch kann der Kirchenkantor Otto M. Krämer die große Orgel bedienen. Er spielt die Tastatur unten im Kirchenraum und die Orgelpfeifen oben unter der Decke ertönen.

Kirchenbesichtigungen mit ausführlichen Erläuterungen sind beim Stadtmarketing im Rathaus buchbar.

Kirche in Auwel-Holt

Die neueren Kirchen stehen in den Ortsteilen Auwel-Holt und Broekhuysen. Dort heißt sie nach dem Namenspatron  in  Auwel-Holt St. Georg und in Broekhuysen St. Cornelius. Es sind alles katholische Kirchen.

Die evangelischen Christen haben ebenfalls zwei Kirchen. Eine sehr schöne, kleine, alte Kirche in Straelen-Niederdorf. Sie heißt Johannes-Kirche. Die Familie Nölken, die Besitzer des damaligen „Hotel Nölken“ und heutiger Sitz der Firma Carl Kühne KG, hat die Kirche und den dazugehörigen Friedhof gestiftet und später der Evangelischen Kirchengemeinde übergeben. 

Auf der Bahnstraße gibt es ein modernes Gotteshaus. Sie ist nach dem Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer benannt. Von ihm stammt der Text für das Lied „Von guten Mächten wunderbar umgeben“.

Stolpersteine in Straelen

Früher gab es auch Menschen jüdischen Glaubens. Sie wurden von den Nazis ermordet. An sie erinnern die „Stolpersteine“ auf den Straßen, in denen die Familien gelebt haben. Schüler des städtischen Gymnasiums haben das Projekt begleitet und dem Künstler Gunter Demming bei der Verlegung geholfen.

Heute wohnen in Straelen viele Menschen aus fremden Ländern, die auch ihre eigene „Kirche“ haben. Sie sind beispielsweise Sikhs und kommen aus Nordindien. Sie beten und feiern beispielsweise in einem großen Saal im Gewerbegebiet an der Zeppelinstraße. Sie nennen ihn Gurdwara („Tor zum Guru") ist die Gebets- und Schulstätte der Sikhs

Für die polnischen Christen gibt es einmal im Monat eine Messe in polnischer Sprache. Sie wird von den polnischen Mitbürgern, die in Straelen wohnen, und den Erntehelfern in der Saison, gerne besucht.    

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