Planung Skatepark und Bikepark

Skatepark & Bikepark Straelen

Der Planungsprozess für den Skatepark und Bikepark geht weiter. Nach der ersten Bürgerbeteiligung im vergangenen Jahr und dem zweiten Beteiligungstermin am 10. Februar 2026 wird zurzeit durch das Büro Maier Landschaftsarchitektur geprüft, welche der zuletzt geäußerten Wünsche und Bedenken der Beteiligten in der Entwurfsplanung des Skateparks bzw. des Bikeparks berücksichtigt werden können. 
Letztlich soll die finale Planung für beide Anlagen erstellt werden. Vor einer im Frühjahr 2026 angestrebten Bauantragsstellung soll nochmals ein Austausch mit der in Straelen aktiven Skate-Community und der vor Ort betroffenen Anwohnerschaft stattfinden.
Eine Bauausführung ist abhängig von der Gewährung von Fördergeldern, der Freigabe des städtischen Finanzhaushaltes und den Wetterverhältnissen.

Die zum jetzigen Zeitpunkt denkbare Zeitplanung für die Errichtung des Bikeparks sowie des Skateparks: 

Möglicher Zeitplan Bikepark (Bauzeit ca. 8 Wochen)
Möglicher Zeitplan Skatepark (Bauzeit ca. 6 Monate)
  • Zweite Bürgerbeteiligung am 10. Februar 2026

    Nach der ersten Bürgerbeteiligung am 18. September 2025 und der Abfrage von Wünschen, Ideen sowie Bedenken der zukünftig Nutzenden zur Gestaltung des Skateparks und Bikeparks konnte das damalige Erstkonzept fortentwickelt werden.

    Ergänzend zur vorgenannten Veranstaltung wurde am 25. September 2025 der vor Ort betroffenen Anwohnerschaft die grundsätzliche Planungsidee separat vorgestellt und die bestehenden Fragen, soweit möglich, direkt beantwortet. Weitere Anregungen wurden zur Prüfung mitgenommen.

    In der zweiten Informations- und Beteiligungsveranstaltung am 10. Februar 2026 wurden den ca. 50 Interessierten zwei Planungsvarianten mit einem Skatepark und Bikepark vorgestellt. Auch wurde über die im Planungsprozess erledigten Zwischenschritte berichtet. In dem offenen Austausch mit den Interessierten konnte festgestellt werden, dass die zweite Planungsvariante den größeren Zuspruch erhalten hat. Der Unterschied in den Planungsvarianten zeichnet sich im Wesentlichen durch eine andere Streckenführung des Pumptracks und Gestaltung der für Einsteiger und Kinder gedachten Rolllandschaft aus. Zudem sind die Hindernisse im Skatepark anders zusammengestellt und verortet.

    In den Diskussionsrungen wurden dem Planungsteam weitere Anregungen zur Gestaltung beider Anlagen mitgegeben. Die Vertretenden der vor Ort betroffenen Anwohnerschaft haben nochmals ihre Bedenken und Sorgen, insbesondere in Bezug auf den Immissionsschutz vorgetragen. Bei der ausstehenden Erstellung des finalen Lärmschutzgutachtens und der Bewertung evtl. notwendiger aktiver Lärmschutzmaßnahmen sollen diese einfließen.

    Im nächsten Schritt soll die Planungsvariante Nr. 2 als Basis der zu erstellenden Entwurfsplanungen des Skateparks und des Bikeparks genommen werden. Das Büro Maier Landschaftsarchitektur wird im weiteren Planungsprozess die Berücksichtigung der zuletzt geäußerten Wünsche und Bedenken der Beteiligten prüfen und eine finale Planung für beide Anlagen erstellen.
    Vor einer im Frühjahr 2026 angestrebten Bauantragsstellung soll nochmals ein Austausch mit der in Straelen aktiven Skate-Community und der vor Ort betroffenen Anwohnerschaft stattfinden.


  • Erste Bürgerbeteiligung am 18. September 2025

    Aufgrund des notwendigen Standortwechsels startete der neue Planungsprozess mit einer zweistufigen Beteiligung der zukünftig Nutzenden und der sonstigen interessierten Bürgerschaft. Zur ersten Beteiligung im Präsenzformat hatte die Stadt Straelen 18. September 2025 um 17.00 Uhr alle Interessierten jeden Alters ins Jugendzentrum (JuSt) eingeladen. 
    Der neue Skatepark und Bikepark soll ein vielseitiger Treffpunkt für Menschen jeden Alters und jeder Erfahrungsstufe werden. Die Anlagen werden bewusst so gestaltet, dass sie sowohl Einsteigern als auch Fortgeschrittenen gerecht werden. Mit der Planung wurde ein für solche Anlagen spezialisiertes Landschaftsarchitekturbüro beauftragt, das bereits über 250 Skate- und Bikeanlagen geplant und realisiert hat. Das Büro hat unter anderem auch bei der Entwicklung der heute geltenden technischen Regeln mitgewirkt hat und ist als Gutachter für diese Anlagen aktiv.

    Das Ziel ist die Errichtung von verkehrssicheren, attraktiven, für die Stadt passenden und nach den geltenden technischen Regeln errichteten Anlagen. Hierbei möchte die Stadt Straelen die Wünsche der zukünftig Nutzenden würdigen. 

    Diskussion in Kleingruppen

    Im Anschluss der Präsentation kamen Anwesenden an den ausgehangenen Plänen oder an Stehtischen zu einer gemeinsamen Diskussionsrunde zusammen. Ziel war es, die Ideen am Plan mit allen Nutzergruppen zu diskutierten, Planungsgrundlagen zu erläutern und die Sorgen und Bedürfnisse der Teilnehmenden entgegen zu nehmen. 
    Grundsätzlich freuten sich die Beteiligten über die Initiative und wünschen sich eine zeitnahe Umsetzung des Projekts. Ein häufig geäußerter Wunsch war es, die unterschiedlichen Nutzer zu berücksichtigen sowie einen Kompromiss zwischen den Nutzergruppen und deren Platzbedarf zu schaffen. Aus der Szene der Skateboarder war der deutliche Wunsch einer größeren Fläche für den Skatepark aufzunehmen, auch mit dem Kompromiss die Fläche für den Pumptrack zu verkleinern.

    Ergebnisse der Nutzerbeteiligung

    Im Ablauf der Beteiligung wurden zahlreiche Hinweise, Bedenken und konkrete Wünsche geäußert:


    Bedenken der Anwohnenden

    • Sorge vor Lärmbelästigung
    • Zweifel an Breite/Zugänglichkeit der Zuwegung für Rettungsfahrzeuge

    Allgemeine Ausstattung

    • Streetballfeld (3x3), Fitnessbank, kleiner Spielplatz
    • Sanitäre Anlagen, Trinkwasserbrunnen
    • Sitzgelegenheiten & Picknickmöglichkeiten
    • Überdachung für Schatten/Regenschutz
    • Schließfächer mit Ladestation, automatische Öffnung 22 Uhr
    • Beleuchtung bis 22 Uhr (inkl. Wege)
    • Kameraüberwachung, Regeltafel
    • Möglichkeit für Graffiti
    • „Streetbox“ mit Leihgeräten (BMX, Scooter, Skateboards, Schutzausrüstung, ehrenamtlich betreut)

    Skatepark & Bikepark/Pumptrack - Gestaltung

    • Skatepark größer (≥ 600 m²), Pumptrack kleiner (Acht-Form)
    • Verbindung/Transfers zwischen beiden Anlagen
    • Alters und Könnens gerechte Anordnung
    • Inklusiver Pumptrack
    • Übergänge mit leichten Kanten gegen Schmutzeintrag

    Konkrete Wünsche - Skatepark

    • Obstacles: Tacco, Slides, Rampen, Pool, Halfpipe, Bowl
    • Rails (rund/eckig, Flatrail 30 cm, Pole jam)
    • Ledges (30&40 cm), Centerpiece mit Ledge am Rand
    • Naturstein-Elemente, niedrige Quarterpipes + Extension
    • Treppen, klare Lines, ausreichend Platz
    • Streetbereich angelehnt an Ansbach/Brühl/Kamp-Lintfort/Wachtendonk

    Konkrete Wünsche – Bikepark/Pumptrack

    • Jumpline mit Kicker und Table
    • Hohe Holzkurven, ggf. weitere Holz- / Stahlelemente integrieren (Bsp. Pumptrack Goes)
    • Einbahnstraßenführung mit markiertem Ein-/Ausstieg
    • Markierungen allgemein für Sicherheit und Übersicht




  • Historie des Planungsvorhabens

    Im Sommer 2021 wurde nach einer Onlineabstimmungen und einer öffentlichen Bürgerbeteiligung ein Standort im Süd-Westen der Stadt Straelen am Soatspad für einen Skatepark und Bikepark lokalisiert. Nach anfänglicher Planung und einem unterstützenden politischen Beschluss, im Verlauf des Jahres 2022, ergaben sich einige Hürden für den Standort am Soatspad. Vorgefundener Bodendenkmäler, die Notwendigkeit zur Änderung des Flächennutzugsplan und weitere erschwerende Gegebenheiten in der Bauleitplanung, ergaben die Verlegung des Standortes im Jahr 2025. 

    Abbildung 1: Neuer Standort - SV Straelen

    Der neue Standort auf dem Gelände des SV Straelen misst ca. 4000m² und ist ein planarer Sportrasen auf einem der Trainingsfelder des Vereins. Derzeit ist das Plangebiet Teil des eingezäunten Vereinsgeländes. Im Zuge der Planung soll der vorhandene Zaun in nordöstliche Richtung versetzt und die Fläche der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden. 


    Abbildung 2: Konzeptionelle Flächeneinteilung

    Die Flächengrößen der Anlage liegen nach einer ersten Planungsidee für den Skatepark bei ca. 520 m² und für den Pumptrack bei ca. 750 m². Um die Nutzer und ihre Anregungen, Wünsche und Äußerungen bei der Nutzerbeteiligung am 18.09.2025 nicht zu beeinflussen, sind die Flächen als einfache Rechtecke angelegt (siehe Abbildung 2) worden.


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