Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Tauben füttern verboten

Viele Passanten verscheuchen sie, Hausbesitzer investieren und setzen an ihren Häusern stachelige Spikes ein, hängen Netze auf oder versuchen gar, die graublau gefiederten Vögel mit blinkenden CDs zu vergrämen. Daneben füttern Besucher der Innenstadt die zutraulichen Tauben – Pommes, Brötchen und Eiswaffeln werden gerne genommen. Das ist weder gesund noch artgerecht, aber so sammelt man schnell einen Schwarm um sich. Wie passt das zusammen? Eigentlich gar nicht. Und: Das Füttern der Tauben ist schlichtweg verboten. Eine durch den Stadtrat verabschiedete Verordnung mit der sperrigen Bezeichnung „Ordnungsbehördliche Verordnung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im Gebiet der Stadt Straelen“ regelt in § 5 Absatz 3: „Wildtauben oder verwilderte Haustauben dürfen nicht gefüttert werden.“ Verstöße können mit einer Geldbuße geahndet werden.

Bereits seit einigen Jahren betreibt die Stadt in einem innerstädtischen Dachstuhl einen Taubenschlag, in dem im letzten Jahr nahezu 600 Taubeneier gegen solche aus Kunststoff ausgetauscht wurden. So kann die Taubenpopulation dauerhaft reduziert werden. Trotz dieser wirksamen Maßnahme gibt es gerade in der Innenstadt immer noch sehr viele Tauben. Große Mengen Taubenkot gerade unter den Bäumen vor den Geschäften, Hauseingängen und der Gastronomie plagen Bürger und Geschäftsleute. Denn: Die Reinigung ist mit viel Aufwand und Kosten verbunden.

Zur Vergrämung der Tauben insbesondere vor den Geschäften und der Gastronomie in der Innenstadt wurden nun versuchsweise durch die Mitarbeiter des Baubetriebshofes spezielle „Vogelscheuchen“ an den Bäumen aufgehängt. Die sogenannten Scare-Eye-Ballons sind eine visuelle 3D-Abschreckung, die die grellen Augen und den krümmenden Mund eines Raubvogels imitieren.

Mithilfe gesucht

Für die Betreuung des städtischen Taubenschlags wird noch eine Aushilfe benötigt, die den städtischen Taubenvater Werner van Stiphoudt stundenweise unterstützt und die Vertretung übernimmt. Die Arbeitszeiten sind flexibel nach Absprache. Es handelt sich um eine Beschäftigung im Rahmen eines Minijobs, die Bezahlung erfolgt nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst.

Weitere Infos unter 02834/702-130