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Straelens Schulen schon heute bestens für die Zukunft gerüstet

Meldung vom: 16.12.2019
BU: Tom Ueffing, Fachinformatiker bei der Stadt Straelen betreut die gesamte digitale Ausstattung und Infrastruktur der Straelener Schulen. Als IT-Systemadministratoren für die IT-Infrastruktur der Schulen arbeitet er täglich vor Ort. Bildrechte: Stadt Straelen

Die Landesregierung NRW sieht starken Nachholbedarf im Bereich der Digitalisierung von Schulen und investiert in Milliardenhöhe in Förderprogramme wie „Gute Schule". Der Bund unterstützt eine schnelle Digitalisierung zusätzlich mit dem Paket „DigitalPakt Schule 2019" und einer Fördersumme von über einer Milliarde Euro.
In Straelen wurde die Digitalisierung der Schulen bereits in den vergangenen Jahren von der Stadt Straelen als Träger und seitens der Politik stark vorangetrieben und aus städtischen Eigenmitteln finanziert. So konnten das Städtische Gymnasium und die Sekundarschule Straelen bereits seit Jahren im Bereich der digitalen Ausstattung von Schulen umfangreiche Erfahrungen sammeln. Beispielsweise wurde in den Ausbau des offenen WLAN-Netzes am Gymnasium, in interaktive Tafeln an der Sekundarschule und in die Anschaffung von iPads zur langjährigen, gemeinsamen Nutzung investiert. Die langfristige und weitsichtige Kooperation mit den Schulen wird auch anhand des gemeinsamen Medienentwicklungsplan deutlich, der bereits seit 2012 geführt wird. Hinzu kommt die Finanzierung der Zusammenarbeit der beiden weiterführenden Schulen in Straelen mit dem Learning Lab der Universität Duisburg-Essen.

Moderne, digitale Infrastruktur
Beide Schulen verfügen über eine moderne, digitale Infrastruktur und eine zeitgemäße Ausstattung. So ist Breitband-Internet, ein schulweites WLAN für pädagogische Zwecke - natürlich inklusive eines speziellen Schulfilters - sowie moderne Hardware bereits jetzt vorhanden. Außerdem gewährleisten die IT-Systemadministratoren der Stadt in den Grundschulen und den weiterführenden Schulen die fachgerechte Administration und Wartung der Schul-IT-Infrastruktur.
Lehrer arbeiten in allen Klassenzimmern mit digitalen Tafeln oder Beamerlösungen. Die digitalen Tafeln, die in der Sekundarschule eingesetzt werden, ergänzen die herkömmlichen Tafeln und gehören mit „Full Display"-Lösung der neusten Generation an.
Das Medienkonzept des Gymnasiums legt den Schwerpunkt darauf, dass individualisiertes Lernen und Zusammenarbeit in jedem Klassenraum und Fachraum auch digital möglich ist. Dies geschieht durch Beamerlösungen und durch das offene WLAN-Netz. Die Lehrerinnen und Lehrern sowie die Schülerinnen und Schülern können so systemoffen mit Hilfe von Smartphones, Laptops und Tablets im Unterricht zusammenarbeiten. Schüler lernen also kreativ und gleichzeitig kritisch sowie sozial verantwortlich mit Medien umzugehen. Lernergebnisse aus dem Unterricht speichern Schüler und Lehrer auf einer bewährten Lernplattform und können sie im Unterricht oder zu Hause zu jeder Zeit abrufen und offline auf dem häuslichen PC speichern.
Im Unterricht werden so kooperative Lernformen, individualisiertes Lernen, Feedbackkultur und Präsentationskompetenz gut gefördert. Bewährt haben sich dabei auch die schuleigenen iPads, die Schüler und Lehrer für den Unterricht ausleihen. Im Rahmen des Digitalpakts ist es nun möglich, die Anzahl der mobilen Leihgeräte deutlich zu erhöhen und die Ausleihe zu modernisieren. Kollaborative Displays an wichtigen Kommunikationsorten in der Schule ermöglichen ganz neue Formen der gemeinsamen Arbeit. Wichtig ist dabei, dass eine Vielfalt von Soft- und Hardware hier Einsatz findet.
Diese flexible technische Infrastruktur ermöglicht es, analoge und digitale Lernwerkzeuge nebeneinander einzusetzen und „digitale" Kompetenzen in übergeordnete, tradierte Kompetenzen einzuordnen, die Möglichkeiten, Potenziale und Risiken von neuen Medien zu erkennen und die Mechanismen besser zu verstehen.

Verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Medien
Über den rein schulischen, beruflichen Nutzen von Medien hinaus lernen die Schülerinnen und Schüler den sicheren, verantwortungsvollen und selbstbestimmten Umgang mit digitalen Medien, auch im privaten Umfeld. Dazu zählen Medienworkshops in Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum Straelen JuSt, der Abteilung "Prävention" der Kripo Kleve und auch die Ausbildung von Schülern (und Lehrern) zu Medienscouts.
Beide Schulen sind „Medienscoutschulen NRW". In einem Kooperationsprojekt wurden die ersten Medienscouts (Lehrer und Schüler) des Gymnasiums und der Sekundarschule gemeinsam ausgebildet. Am Gymnasium Straelen leisten die Medienscouts seit vielen Jahren die Administration der mobilen digitalen Leihgeräte und vermitteln ihr Wissen an Gleichaltrige nach dem Ansatz der „Peer-Education" in den Bereichen Social Communities, Internetsicherheit und Handy- sowie Computerspiele.

Fördermittel aus dem "Digitalpakt Schule"
Die Fördermittel von Bund und Land sollen nun ergänzend dazu effizient eingesetzt werden. Für die kommenden Jahre stehen aus dem „Digitalpakt Schule" nach aktuellem Kenntnisstand rund 600.000 Euro für die Straelener Schulen bereit. Die Stadt plant, in den Grundschulen, wo bereits digitale Tafeln im Einsatz sind, weiter aufzurüsten und jeden Klassenraum im kommenden Jahr mit digitalen Tafeln auszustatten. Auch sollen dort insgesamt 60 bis 80 Tablets als Leihgeräte angeschafft werden. Für die Sekundarschule und das Gymnasium sind unter anderem eine Erneuerung der Serverlösung im pädagogischen Netz, eine Modernisierung der Bibliothekssoftware sowie der Kauf von mehreren 3D Druckern angedacht.
Die Straelener Schulen sind in diesen Punkten der Digitalisierung im Landesvergleich sehr weit und bieten schon jetzt hervorragende Möglichkeiten, den Unterricht zu gestalten.