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Pressemitteilung des Kreises Kleve: Niederlande zählen nun zu den RKI-Risikogebieten für Covid-19

Meldung vom: 06.04.2020

Kreis Kleve – Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am gestrigen Abend (02. April 2020, 19.50 Uhr) die Niederlande als Risikogebiet für Covid-19 eingestuft. Wichtig für die Bürgerinnen und Bürger im grenznahen Kreis Kleve ist, dass sie zunächst keine besonderen Maßnahmen treffen müssen, wenn ein Besuch in den Niederlanden erfolgt ist. Auch für die Berufspendler ergeben sich hieraus keine unmittelbaren Auswirkungen. Von nicht notwendigen oder touristischen Reisen in die Niederlande wird jedoch abgeraten.

Internationale Risikogebiete sind Gebiete, in denen eine fortgesetzte Übertragung von Mensch zu Mensch vermutet werden kann. Um dies festzulegen, verwendet das Robert-Koch-Institut verschiedene Kriterien wie Erkrankungshäufigkeit, Dynamik der täglich gemeldeten Fallzahlen, Maßnahmen wie Quarantäne ganzer Städte oder Gebiete oder exportierte Fälle in andere Länder/Regionen. Die Situation wird durch das Robert-Koch-Institut jeden Tag neu bewertet, bei Bedarf werden die Risikogebiete angepasst.

Der Aufenthalt in Risikogebieten wird vom RKI derzeit nicht mehr als alleiniges Entscheidungskriterium zur Verdachtsabklärung und Maßnahmeneinleitung verwendet. Ein begründeter Verdachtsfall liegt jedoch dann vor, wenn akute respiratorische Symptome jeder Schwere auftreten (wie Husten oder Atemnot) und ein Kontakt zu einem bestätigten COVID-19 Fall stattgefunden hat. In diesem Fall sollte unter Hinweis auf die Kontaktsituation mit einem bestätigten Corona-Fall und vorhandene Symptome der behandelnde Arzt - am Wochenende die Rufnummer 116 117 des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes - angerufen werden und ein Abstrich auf Covid-19 initiiert werden.