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Organspenden retten Leben

Meldung vom: 11.04.2019

Seit Jahren werden in Deutschland viel zu wenige Organe gespendet. Die Folge ist, dass nicht allen schwerkranken Menschen, die dringend auf ein Spenderorgan warten, geholfen werden kann. Nach Informationen des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW stehen in Nordrhein-Westfalen rund 2.000 Menschen auf der Warteliste. Obwohl die Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger einer Organspende grundsätzlich positiv gegenübersteht, besitzen viel zu wenige von ihnen einen ausgefüllten Organspendeausweis. Die Stadt Straelen möchte aus diesem Grund alle Einwohner für dieses so wichtige Thema sensibilisieren. „Es liegt mit sehr am Herzen, dass sich jeder Bürger einmal grundsätzlich mit der Organspende auseinandersetzt und für sich entscheidet, ob sie in Frage kommt oder nicht. Fällt diese sehr persönliche Entscheidung für eine Organspende aus, ist es unbedingt notwendig, dies auf einem Organspendeausweis oder in der Patientenverfügung zu dokumentieren," appelliert Bürgermeister Hans-Josef Linßen. Nur wenn eine klar dokumentierte Entscheidung zur Organspende in Form eines Organspendeausweises oder einer Patientenverfügung vorliegt, kann schnell gehandelt werden. Angehörige müssen so keine für sie schwierige oder belastende Entscheidungen treffen. Da insbesondere die Formulierung innerhalb einer Patientenverfügung eindeutig verfasst sein sollte und einen ausdrücklichen Passus enthalten muss, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) das Infoblatt „Checklisten für die Erklärung zur Organ- und Gewebespende, Möglichkeiten der Dokumentation in Organspendeausweis und Patientenverfügung" erstellt. Dieses liegt im Straelener Rathaus aus und kann unter https://www.mags.nrw/organspende als PDF-Version heruntergeladen werden. Organspendeausweise können ebenfalls bei der BZgA sowie bei der deutschen Stiftung für Organtransplantation (DSO) angefordert werden. Im Internet stehen Organspendeausweise unter www.organspende-info.de zum Download bereit. Krankenkassen und die privaten Krankenversicherer stellen ihren Versicherten Organspendeausweise zur Verfügung. Ebenfalls ist der Organspendeausweis in vielen Krankenhäusern, Apotheken und Arztpraxen verfügbar.