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Mobile Retter in Straelen retten Leben

Meldung vom: 10.10.2019
BU: Mark van der Koelen, Mitarbeiter im Baubetriebshof der Stadt Straelen engagiert sich ehrenamtlich als „Mobiler Retter“.Bildrechte: Stadt Straelen

Wertvolle Zeit, auf die es im Notfall bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand ankommt, nutzen die „Mobilen Retter", um lebensrettende Maßnahmen bereits vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes einzuleiten und das therapiefreie Intervall drastisch zu verkürzen. Jede Sekunde, in der die Helfer früher mit der Reanimation beginnen können, steigert die Überlebenschancen. Das Projekt „Mobile Retter" hat der Kreis Kleve in Zusammenarbeit mit dem „Mobile Retter e.V." gestartet. Mobile Retter, die sich in unmittelbarer Nähe zu einem Notfallort befinden, werden über die GPS-Funktionalität ihres Smartphones geortet und durch die Kreisleitstelle parallel zum Rettungsdienst per Mobile-Retter-App benachrichtigt. Durch die örtliche Nähe können sie oft schneller als der Rettungsdienst eintreffen und gewinnen wertvolle Minuten. Mit diesem Projekt werden qualifizierte Menschen eingebunden, die nach einem Notruf schnell vor Ort sein können und in der Lage sind, entsprechende Hilfe zu leisten. „Mobile Retter" können Angehörige von Hilfsorganisationen wie ASB oder DRK, Ärzte, Rettungsdienstmitarbeiter, Feuerwehrleute, Gesundheits- und Krankenpfleger, DLRG oder THW werden. Mark van der Koelen ist einer von diesen ehrenamtlich tätigen „Mobilen Rettern". Hauptberuflich arbeitet er im Baubetriebshof der Stadt Straelen und engagiert sich bereits seit Jahren als Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Straelen für die Allgemeinheit. Diesen fachlichen Hintergrund nutzte er jetzt und absolvierte die notwendige Qualifikationsmaßnahme. Mit Mark van der Koelen wurden insgesamt 30 Einsatzkräfte aus Feuerwehr, Rettungsdienst, Sanitätsdiensten und Krankenhäusern in Straelen geschult und auf den Einsatz als qualifizierter Ersthelfer und „Mobile Retter" vorbereitet. Ausgestattet mit Beatmungstüchern, die Mark van der Koelen in einem Schlüsselanhänger immer bei sich trägt, wird er über die App im Notfall alarmiert und per Navigation zum Einsatzort geführt. Solle es ihm einmal nicht möglich sein, einen Einsatz anzunehmen, wird sofort der nächste Ersthelfer benachrichtigt. Basierend auf rein freiwilliger Beteiligung ist dieses System eine wirkungsvolle Methode, Rettungsdienste zu unterstützen und Leben zu retten.