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Kunstrasenplatz für Straelen

Meldung vom: 20.12.2018
Bildrechte: Büro der Landschaftsarchitekten Ullenberg/Illgas, Straelen BU: Vorentwurf Variante 1.1 Sportanlage Römerstraße in Straelen.

Nachdem bereits der Ausschuss für Bürgerdienste die Errichtung eines Kunstrasenplatzes inklusive Nebenanlagen auf der Sportanlage Römerstraße in Straelen befürwortet hatte, hat jetzt auch der Rat der Stadt in der Ratssitzung am 20. Dezember bei sechs Gegenstimmen der SPD-Fraktion und vier Enthaltungen der FDP-Fraktion und der Fraktion GO/Grüne zugestimmt, die erforderlichen Mittel im Haushalt 2019 bereitzustellen. Verabschiedet wurde die Entwurfsvariante 1.1, die das Büro der Landschaftsarchitekten Ullenberg/Illgas aus Straelen im Auftrag der Stadt erstellt hatte. Der Entwurf beinhaltet die Umwandlung des bestehenden Tennenspielfeldes in ein Kunstrasenspielfeld mit einer Korbbogenbahn sowie leichtathletischen Nebenanlagen und entspricht so den Anforderungen aller Beteiligten an eine funktionierende Sportanlage. Im Vorfeld hatten sich der Antragsteller SV Straelen, der Stadtsportverband und die Sportverwaltung mit den Straelener Schulen in Gesprächen ausgetauscht und den dringenden Bedarf einer Anlage auch für den Schul- und Breitensport festgestellt. Die größten Vorteile eines Kunstrasenplatzes liegen außerdem in der deutlich längeren Bespielbarkeit und einem geringeren Verletzungsrisiko für die Spieler.
Als Bauherr der Sportanlage tritt die Stadt Straelen auf. Nach Fertigstellung der Anlage wird der SV Straelen sowohl durch Errichtung eines monatlichen Nutzungsentgeldes als auch durch „Muskelhypothek" und finanzielle Beteiligung den politisch vorgegebenen Eigenanteil des Vereins in Höhe von 25 Prozent der Gesamtkosten tragen. Der Kunstrasenplatz wird über die Dauer von 15 Jahren abgeschrieben, die leichtathletischen Nebenanlagen über einen Zeitraum von 25 Jahren. Insgesamt belaufen sich die Gesamtkosten für die Errichtung des Kunstrasenplatzes inklusive aller Außenanlagen auf rund 1.175 Millionen Euro. Die jährliche Belastung des Haushaltes liegt somit bei rund 55.000 Euro. Da noch abzuwarten ist, ob eine Förderung des Projektes aus dem Programm der Landesregierung Nordrhein-Westfalen „Moderne Sportstätten 2022" möglich ist, hat der Rat der Stadt die Mittel zunächst mit einem Sperrvermerk versehen. Die Landesregierung hatte am 30. Oktober beschlossen, ab dem Haushaltsjahr 2019 ein Förderprogramm für Sportvereine und Sportverbände mit einem Volumen von 300 Millionen Euro aufzulegen. Aus Sicht des Rates, der Verwaltung und des Vereins bleibt vor Baubeginn abzuwarten, wie eine mögliche Förderung aussehen könnte. Im Hinblick auf die Nachhaltigkeit der Baumaßnahme wird mit einer überwiegenden Quarzsandverfüllung geplant, auf die nur 3 kg/qm hochwertiges EPDM Granulat (schadstoffkontrolliertes Neugummigranulat) aufgebracht werden. Um das Verletzungsrisiko zu minimieren ist diese dünne, obere Granulatschicht aus Sicht des Vereins und des Fachamtes notwendig. Wie schon in vielen Kommunen im Kreis Kleve Usus, beginnt mit diesem Projekt auch in Straelen das Zeitalter moderner Kunstrasenplätze auf städtischen Anlagen.