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Integriertes Handlungskonzept (IHK) „Innenstadt Straelen 2020“ im Zeitplan

Meldung vom: 27.06.2019

Im Rahmen des Integrierten Handlungskonzept (IHK) „Innenstadt Straelen 2020" ist schon sehr viel passiert. Die Umgestaltung des Straelener Nordwalls konnte bereits im letzten Sommer fertig gestellt werden, die Bauarbeiten am Ostwall laufen nach Plan und werden voraussichtlich bis Ende Juli abgeschlossen sein. Gute Nachrichten gibt es auch für die Umbaumaßnahme des Südwalls und des Johann-Giesberts-Platzes. Die Stadt Straelen hatte einen vorzeitigen Baubeginn bei der Bezirksregierung in Düsseldorf beantragt und aktuell bewilligt bekommen. Ein vorzeitiger Baubeginn wird im Oktober anvisiert. Auch die für die anderen beantragten Maßnahmen notwendigen Fördermittel sind bereits im Städtebauförderprogramm NRW 2019 eingeplant, sodass einer Bewilligung nichts mehr im Wege steht. Das Werkstattverfahren für die Außenanlagen des Schulzentrums konnte unter erfreulich hoher Beteiligung der Straelener Bürgerinnen und Bürger sowie aller Schulen durchgeführt werden. Die Umsetzung des Gesamtprojektes liegt damit aktuell voll im Zeitplan. Die seit der Planung und der Kostenschätzung aus dem Jahr 2016 enorm gestiegenen Baukosten erforderten allerdings jetzt eine Neuberechnung der Kosten für die Gesamtmaßnahme. Betroffen sind insbesondere die Straßenbaumaßnahmen, aber auch das Schulzentrum. Hier kommen zusätzliche Kosten hinzu, die aus den Ergebnissen des ausführlichen Beteiligungsprozesses „Außenanlage Schulzentrum" resultieren und ausdrücklich von teilnehmenden Bürgerinnen und Bürgern gewünscht sind. Insgesamt sind seit 2016 die Baukosten jährlich um etwa vier Prozent gestiegen, sodass aus dieser fortgeschriebenen Kostenschätzung Mehrkosten in Höhe von 2,5 Mio. Euro für die gesamten in der Innenstadt vorgesehenen Sanierungsmaßnahmen ergeben.
Da das Land Nordrhein-Westfalen über das Programm der Städtebauförderung hiervon 50 Prozent trägt, bedeutet dies einen Mehraufwand von 1,25 Mio. Euro für den städtischen Haushalt. Um zu klären, wie mit diesen Mehrkosten umgegangen werden soll, fand Mitte Juni ein Gespräch mit der Bezirksregierung statt. Die Bezirksregierung erklärte dabei, dass das Land grundsätzlich dazu bereit ist, sich an der Finanzierung der Mehrkosten zu beteiligen.
„Die Mehrkosten sind leider mit Blick auf die allgemein gestiegenen Baukosten im Straßenbau unumgänglich", erklärt Bürgermeister Hans-Josef Linßen, „dies belegt auch die Zusage der Bezirksregierung, sich an den Mehrkosten zu beteiligen und unterstützt den richtigen, von Planern und Verantwortlichen angelegten, hohen Qualitätsstandard, der gehalten werden soll. Gleichzeitig befürwortet die Bezirksregierung ganz klar das Werkstattverfahren für die Außenanlagen des Schulzentrums und die Umsetzung der Ergebnisse." Hier hatte es im Verlauf des offenen Planungsprozesses und des Austausches viele gute Anregungen und Ideen aus der Bevölkerung gegeben. Ziel soll es sein, eine langfristig sinnvolle und auf die unterschiedlichen Bedürfnisse aller Beteiligten ausgerichtete Gestaltung der Außenanlage des Schulzentrums in die Wege zu leiten. Die Verwaltung hält grundsätzlich an den Zielen des IHK fest und spricht sich auch dafür aus, dass die Stadt den steigenden Eigenanteil trägt. Hierüber muss der Rat allerdings noch entscheiden.