Inhalt

Grillen im Freien und Abbrennen von Osterfeuern

Meldung vom: 18.04.2019
Bild eines Waldbrandes

Foto: Landesbetrieb Wald und Holz NRW

Das vorhergesagte schöne Osterwetter werden viele Menschen in NRW nicht nur zum Ostereier suchen, sondern auch zum Angrillen nutzen.
Daher weist Wald und Holz NRW darauf hin, dass beim Grillen einen Sicherheitsabstand von mindestens 100 Metern zum Wald eingehalten werden muss. Bei sonnigem und trockenen Frühlingswetter, wie es jetzt für die Ostertage angekündigt ist, steigt auch die Waldbrandgefahr wieder deutlich an. In der vergangenen Woche gab es bereits einen ersten Waldbrand bei Oberhausen. Da die Bäume erst jetzt langsam beginnen ihre Blätter zu bilden, kann die Sonne durch die kahlen Äste ungehindert bis auf den Waldboden scheinen. Trockene Pflanzenteile, wie Gräser, abgestorbene Äste oder Laub aus dem Vorjahr entflammen schon nach kurzer Trockenzeit und bei einfallendem Sonnenlicht leicht. Daher ist im Frühjahr die Waldbrandgefahr oft sogar noch höher als im Sommer. Mit zunehmender Tendenz!

Aus diesem Grund weist die Stadt Straelen auch auf den verantwortungsvollen Umgang im Zusammenhang mit dem Abbrennen von Osterfeuern hin.

Das Feuer darf bei starkem Wind nicht angezündet werden und ist bei einem aufkommenden starken Wind unverzüglich zu löschen.
In Abhängigkeit von der Größe des Brauchtumsfeuers müssen Mindestabstände eingehalten werden:

Für Feuerstellen bis zu einem Volumen von 1 m³ mindestens 25 m von Gebäuden, die zum Aufenthalt von Menschen bestimmt sind, für alle übrigen Feuerstellen bis zu einer Höhe von 3,50 m
a) mindestens 100 m von Gebäuden, die zum Aufenthalt von Menschen bestimmt sind,
b) mindestens 100 m von Wäldern
c) 25 m von sonstigen baulichen Anlagen
d) 50 m von öffentlichen Verkehrsflächen und
e) 10 m von befestigten Wirtschaftswegen.

Es wird dringend empfohlen entsprechende Maßnahmen zur Gefahrenabwehr wie Feuerlöscher und Löschwasser vorzuhalten.

Hier noch einmal ein paar allgemeine Hinweise zu den Osterfeuerregeln:
Es dürfen nur pflanzliche Grünabfälle (z.B. unbehandeltes Holz, Baum- und Strauchschnitt sowie sonstige Pflanzenreste) verbrannt werden.
Das Verbrennen von beschichtetem/behandeltem Holz (hierunter fallen auch behandelte Paletten, Schalbretter, usw.) und sonstigen Abfällen (z.B. Altreifen, Sperrmüll) ist verboten.

Andere Stoffe, insbesondere Mineralöle, Mineralölprodukte oder andere Abfälle dürfen weder zum Anzünden noch zur Unterhaltung des Feuers genutzt werden.
Das Brennmaterial darf erst unmittelbar vor dem Anzünden an der Feuerstelle aufgeschichtet werden, damit Tiere hierin keinen Unterschlupf suchen können und dadurch vor dem Verbrennen geschützt werden. Bei Bedarf ist das Brandgut vor dem Anzünden noch einmal umzuschichten, um Fremdstoffe auszusortieren.
Das Feuer muss innerhalb weniger Stunden (in der Regel von Einbruch der Dämmerung bis Mitternacht) vollständig abgebrannt sein. Ein mehrere Tage schwelendes Feuer ist mit dem Brauchtum nicht vereinbar.
Das Brauchtumsfeuer muss ständig von zwei Personen, davon eine über 18 Jahre alt, beaufsichtigt werden. Diese Personen dürfen den Verbrennungsplatz erst dann verlassen, wenn das Feuer und die Glut erloschen sind.