Inhalt

DBU Naturerbe GmbH will Gelände des ehemaligen Bundeswehrdepots in Straelen-Herongen übernehmen

Meldung vom: 09.05.2019

Auf Nachfrage der Stadt Straelen hat die DBU Naturerbe GmbH die Vereinbarung bestätigt, das Gelände des ehemaligen Bundeswehrdepots in Straelen-Herongen von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben übernehmen zu wollen. Die Fläche Herongen mit einer Größe von rund 180 Hektar soll langfristig für den Naturschutz gesichert werden. Die DBU Naturerbe GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Geplant sei nach Information der DBU Naturerbe GmbH eine umfassende Kartierung der Tier- und Pflanzenwelt. Anschließend soll ein Naturerbe-Entwicklungsplan angefertigt werden, der die langfristige naturschutzfachliche Entwicklung bestimmen soll. Als Voraussetzung wurde allerdings genannt, dass die Eigentumsübertragung finalisiert und der notarielle Übertragungsvertrag abgeschlossen wird. Gleichzeitig muss im nächsten Schritt nach Angaben der DBU Naturerbe GmbH eine Untersuchung der Kampfmittelsituation sowie möglicher Belastungen der Fläche veranlasst werden und der Bebauungs- und Versiegelungszustand erfasst sein. Allerdings sei es nicht angedacht, eine flächendeckende Kampfmittelräumung durchzuführen, sondern möglicherweise von einzelnen Wegen. Ob eine Öffnung für die Bürgerinnen und Bürger mittelfristig möglich sein wird, muss ebenfalls in diesem Zusammenhang geprüft werden. Die DBU Naturerbe GmbH hat die Stadt Straelen in einem Brief darüber informiert, dass es zum aktuellen Zeitpunkt keine abschließenden Informationen zur zukünftigen naturschutzfachlichen Ausrichtung oder zum Umgang mit der Bebauung gibt. Die Stadt Straelen hofft, dass möglichst schnell nach Klärung aller offenen Sachverhalte geplante naturschutzrechtliche, teilweise grenzüberschreitende Projekte durchgeführt werden können. Hierzu zählt die Einbindung der Fläche in das „Grüne Band" und somit eine Vernetzung großflächiger Biotope entlang der deutsch-niederländischen Grenze.