Inhalt

Bund und Länder schnüren gewaltige Hilfspakte für Unternehmen, Selbständige und Freiberufler

Meldung vom: 23.03.2020

Zahlreiche kleine und mittelständische Unternehmen, der Einzelhandel und die Gastronomie in Straelen stehen aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise aktuell vor immensen Herausforderungen, die teilweise die Existenz bedrohen. Der Straelener Wirtschaftsförderer Uwe Bons unterstützt die Unternehmen in dieser schweren Zeit und steht unter der Telefon-Nummer 02834 - 702210 oder per E-Mail uwe.bons@straelen.de für Fragen oder Hilfen rund um die Hilfspakete von Bund und Länder gerne zur Verfügung.
Eine wichtige Maßnahme ist der jetzt vom Landtag in NRW bewilligte Rettungsschirm in Höhe von bis zu 25 Milliarden Euro. Neben einer Verbesserung des Bürgschaftsrahmens der Haftungsgrenzen sind „passgenaue Landesmittel mit zuschussähnlichem Charakter in Ergänzung zu dem angekündigten Bundeszuschussprogramm“ vorgesehen. Die vereinfachten Antragsformulare können über https://www.finanzverwaltung.nrw.de/de/information/corona heruntergeladen werden.
Die Bundesregierung hat heute das größte Hilfspaket in der Geschichte der Bundesrepublik auf den Weg gebracht und errichtet damit „ein Schutzschild für Beschäftigte, Selbstständige und Unternehmen“. Der Bund stellt 50 Milliarden Euro bereit, um unbürokratische Soforthilfe für kleine Unternehmen, Selbständige und Freiberufler zu gewähren. Sie erhalten so sehr umfangreiche und rasche Unterstützung. Unter anderem werden damit einmalig für drei Monate Zuschüsse zu Betriebskosten bewährt, die nicht zurückgezahlt werden müssen.
Ein detaillierter Überblick über die verschiedenen Programme ist hier abrufbar:
https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2020-03-18-Corona-Hilfsprogramme-fuer-alle.html
Unternehmen jeder Größe erhalten steuerliche Hilfen, um ihre Liquidität zu verbessern. Für unmittelbar vom Coronavirus betroffene Unternehmen gilt bis Ende 2020, dass Finanzbehörden Stundungen von Steuerschulden gewähren, Steuervorauszahlungen angepasst werden können und auf Vollstreckungsmaßnahmen verzichtet wird.
Weitere Informationen gibt es hier:
https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Schlaglichter/Corona-Schutzschild/2020-03-19-steuerliche-Massnahmen.html

Details zum Kurzarbeitergeld sind auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit zu finden:
https://www.arbeitsagentur.de/unternehmen/finanziell/kurzarbeitergeld-uebersicht-kurzarbeitergeldformen

Steuerliche Maßnahmen zur Berücksichtigung der Auswirkungen des Coronavirus
Durch das Coronavirus sind auch den Straelener Steuer- und Beitragszahlern beträchtliche wirtschaftliche Schäden entstanden oder diese werden noch entstehen. Es ist daher angezeigt, den Geschädigten durch steuerliche bzw. beitragsrechtliche Maßnahmen zur Vermeidung unbilliger Härten entgegenzukommen. Um hier im Gleichklang mit den Regelungen auf Bundes- und Landesebene vorzugehen, wird daher folgendes verfügt:

1. Die nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich betroffenen Steuerpflichtigen können bis zum 31. Dezember 2020 unter Darlegung ihrer Verhältnisse Anträge auf Stundung der bis zu diesem Zeitpunkt bereits fälligen oder fällig werdenden Gewerbesteuer sowie - auch bereits im Vorgriff auf Anpassungen des Gewerbesteuermessbetrages durch das Finanzamt - Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen auf die Gewerbesteuer stellen. Diese Anträge sind nicht deshalb abzulehnen, weil die Steuerpflichtigen die entstandenen Schäden wertmäßig nicht im Einzelnen nachweisen können. Bei der Nachprüfung der Voraussetzungen für Stundungen sind keine strengen Anforderungen zu stellen. Auf die Erhebung von Stundungszinsen wird in der Regel verzichtet. § 222 Satz 3 und 4 AO bleibt unberührt. Anträge auf Stundung der nach dem 31. Dezember 2020 fälligen Steuern sowie Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen, die nur Zeiträume nach dem 31. Dezember 2020 betreffen, sind besonders zu begründen.
Als Ansprechpartner steht Ludger Kup unter der Telefonnumer 02834-702321 oder per Mail Ludger.Kup@straelen.de zur Verfügung.

2. Wird der Stadt aufgrund Mitteilung eines Vollstreckungsschuldners oder auf andere Weise bekannt, dass der Vollstreckungsschuldner unmittelbar und nicht unerheblich betroffen ist, wird bis zum 31. Dezember 2020 von Vollstreckungsmaßnahmen bei allen rückständigen oder bis zu diesem Zeitpunkt fällig werdenden Gewerbesteuern im Sinne der Tz. 1 abgesehen. In den betreffenden Fällen sind die im Zeitraum vom 15. März 2020 bis zum 31. Dezember 2020 verwirkten Säumniszuschläge für diese Steuern zum 31. Dezember 2020 zu erlassen.
Fragen beantworten Andrea Ripkens unter der Telefonnummer 02834-702625 oder per Mail Andrea.Ripkens@straelen.de sowie Sandra Geister unter der Telefonnummer 02834-702626 oder per Mail Sandra.Geister@straelen.de.