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Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners trotz Schutzmaßnahme in Straelen

Meldung vom: 24.06.2019

Wie bereits in den letzten Jahren breitet sich der Eichenprozessionsspinner (ESP) auch in diesem Jahr wieder stark in der gesamten Region aus. Auch in Straelen sind trotz Schutzmaßnahme zahlreiche Eichen auf dem Stadtgebiet befallen. Die Stadt Straelen hatte Anfang Mai einen Helikoptereinsatz durchgeführt und Eichenbestände in der Nähe von Wohngebäuden, von Rad- und Wanderwegen sowie an öffentlichen Plätzen und Einrichtungen mit einem biologischen Mittel besprüht. Ziel war die flächendeckende Bekämpfung der Population auf privaten und öffentlichen Flächen. Da das Wetter nicht wie im vergangenen Jahr perfekt mitspielte, wurde das Spritzmittel durch Regenschauer von den Blättern abgespült. Eine Wiederholung der Applikation mit biologischen Mitteln wie Bacillus thuringiensis (BT) ist leider zu einem späteren Zeitpunkt nicht möglich. Nur die Junglarven können so beseitigt werden.
Aufgrund der Reizwirkung, die für Menschen und Tiere von den feinen Härchen der Raupen ausgeht, bittet die Stadt Straelen Einwohnerinnen und Einwohner um besondere Aufmerksamkeit. Die Nähe von befallenen Eichen sollte unbedingt vermieden werden, da die Brennhaare das Gift Thaumetopoein enthalten, das bei Menschen und Tieren nach einer Berührung pseudoallergische Reaktionen an Schleimhäuten und am ganzen Körper auslösen kann. Gespinster sollten auf keinen Fall selbst entfernt werden. Wer ein Gespinst an Eichen an öffentlichen Straßen und Plätzen sowie im Bereich von öffentlichen Gebäuden entdeckt, kann sich gerne an das Ordnungsamt der Stadt Straelen unter Rufnummer 0 28 34 / 702-133 wenden. Dort, wo eine unmittelbare Gefahr für Personen gegeben ist, beispielsweise an Kindergärten, Schulen oder öffentlichen Gebäuden lässt die Stadt Gespinste durch Spezialunternehmen mittels spezieller Absauggeräte entfernen und fachgerecht entsorgen. Handelt es sich um private Grundstücke, ist der Grundstückseigentümers oder der Besitzer für eine fachgerechte Beseitigung des Eichenprozessionsspinners von Eichenbäumen zuständig. Die Beseitigung der Gespinste kann unter anderem von Garten- und Landschaftsbauunternehmen vorgenommen werden.
Aufgrund des flächendeckenden Befalls der Eichen stellt das Beseitigen von Einzelbäumen keine Alternative dar und ist nach dem Landschaftsrecht verboten.