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Hexenverfolgung vor 400 Jahren

Meldung vom: 16.08.2018

Anfang des 17. Jahrhunderts wurden 30 Frauen und Männer aus Straelen verdächtigt, der Hexerei verfallen zu sein. Sie wurden denunziert, gefoltert und auf den Scheiterhaufen gebracht. Den Namen nach entstammten sie bekannten Straelener Familien. Es waren: Peter Paes, Grittken Vretgens und Tochter Beel; Jenniken Neelen; Mericken Brunner; Aleid und Mary Werners; Grieth Ploenis; Aleid ingen Huls; Jen Haspels und Tochter Hill; Klaesgen und Beel Lambrichts; Nees Pitswinkel; Jennisken Rasveld und Tochter Rill; Trein und Lutken Loeffen.
1618 kam noch der Sonderfall des kriminellen Jan Hußman dazu. Er verursachte mehrere große Brände, so in Griet, Wachtendonk, Nieukerk und Straelen und ließ sich viele andere Delikte zuschulden kommen. Unter der Folter bezeichnete er sich zudem als Werwolf. Auch er wurde auf der Holthuyser Heide in Straelen verbrannt. An diese Jahre des Schreckens vor 400 Jahren erinnert die Ausstellung des Stadtarchivs. Sie zeigt Dokumente aus dem Stadtarchiv sowie zeitgenössische Abbildungen vom 03. bis zum 21. September während der Öffnungszeiten des Stadtarchivs und zusätzlich noch am Samstag, 22. September von 14.00 bis 17.00 Uhr.
Erstmals präsentiert wird dazu ein Zyklus von 13 Zeichnungen des Gocher Künstlers Martin Lersch. Es sind kongeniale Simultanübersetzungen der vorbenannten historischen "Vorlagen" in moderne Formensprache von Farbe, Feder, Stift und Pinsel.
Die Ausstellung findet statt im Rahmen der Geschichtswoche des Historischen Vereins für Geldern und Umgegend. Bernhard Keuck wird in einem Vortrag in der Tonhalle in Geldern am Montag, 03. September, um 20 Uhr über die Vorgänge in Straelen und Geldern ausführlich referieren.