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Eichenprozessionsspinner nun wieder in Straelen

Meldung vom: 07.06.2018

Witterungsbegünstigt ist es in diesem Jahr zu einer massenhaften Vermehrung des Eichenprozessionsspinners (EPS) gekommen. Die Verbreitung ist inzwischen flächendeckend an den Eichenbeständen Straelens festzustellen.

Häufige Meldungen von betroffenen Bürgern mit zum Teil massiven gesundheitlichen Beeinträchtigungen, bestätigen diese Feststellung. Viele Menschen sind ratlos und verzweifelt, da sie sich den Reizhärchen der Raupen nicht entziehen können und zudem eine längerfristige Wirksamkeit des Nesselgiftes Thaumetopoein (bis über 1 Jahr) gegeben ist. Aufwendige und teure "Reinigungsaktionen" der Eichen durch fachgerechtes Abflämmen und Absammeln der Nester einschl. der Bewohner sind nur Behelfslösungen.

Es ist absehbar, dass im kommenden Jahr mit einer explosionsartigen Vermehrung des EPS zu rechnen ist und ähnliche Verhältnisse wie in den Jahren 2006-2010 auftreten.

Die Verwaltung plant daher Haushaltsmittel für die Ausbringung von Bacillus Thuringiensis als biologisches Bekämpfungsmittel per Helikopter in 2019 ein. Dabei werden alle auf öffentlichen wie auch privaten Grundstücken stehenden Eichen behandelt. Die Applikationen in den Jahren 2006-2010 haben deutliche Erfolge gezeigt und bis zum vergangenen Jahr für Ruhe gesorgt. Die Anwendung müsste dann gegen Ende April - Anfang Mai erfolgen, um die Raupen während der ersten ungefährlichen Entwicklungsstadien zu bekämpfen.