Inhalt

Die Brunnen

Brunnenanlage am Johann-Giesberts-Platz

Anlässlich des 75-jährigen Bestehens der Erzeugerversteigerung hat die Union gartenbaulicher Absatzmärkte (UGA), heute Landgard eG, 1989 eine Brunnenanlage gestiftet.

Brunnen Johann-Giesberts-Platz

Errichtet wurde die Anlage im Zuge der Bauarbeiten in der Venloer Straße im Rahmen des Sanierungsverfahrens „Straelen-West". Mit der Eröffnung der Venloer Straße zur Fußgängerzone wurde sie der Öffentlichkeit am 12.08.1989 im Rahmen der Innenstadtparty übergeben.

Die Anlage besteht aus einem achteckigen Brunnenbecken aus Basaltlava mit einer Mittelsäule aus gleichem Material. Betrieben wird der Brunnen durch eine Umwälzanlage, wobei die Säule flächig mit Wasser umspielt wird. Die Brunnensäule wird geschmückt durch zahlreiche ornamentartige Darstellungen von heimischen Gartenbauprodukten (Blumen, Gemüse).

Der Auftrag wurde von den Bildhauern Johannes Netz und Gerd Hardy aus Brohl ausgeführt.

Marktbrunnen

Erstellt wurde 1978 ein Rund-Brunnen unter Verwendung der beim Bau des Marktplatzes gefundenen Namurer Blausteine des alten Marktbrunnens.

Symbolisieren Geschichte und gesellschaftliches Leben Straelen: die Figuren des Marktbrunnes

Die künstlerische Gestaltung des Marktbrunnens übernahm nach einem durchgeführten Wettbewerb der Künstler Herr Bonifatius Stirnberg aus Aachen.

Wasserspeiende Elemente sind Rosenranken und Blumenbuketts aus Bronzeguss.

Die beweglichen Figuren spiegeln die Geschichte und das gesellschaftliche Leben Straelens wieder:

Bischof Anno II
Erzbischof von Köln, Grundherr, Schirmherr und Oberster Richter (Urkunde aus dem Jahre 1064)

Schützenoffizier
Reges Bruderschaftsleben seit dem Mittelalter, bis auf den heutigen Tag, 1368 erster urkundlicher Beleg der ersten Bruderschaft

Blumenkönigin
Tradition der Blumenstadt. Erwerbsgartenbau / Blumenversteigerung

Karnevals „August"
Brauchtumspflege des regen Karnevalsvereins.

St. Martins-Brunnen

Den Martinsbrunnen zieren bronzene Kinderfiguren mit ihren Fackeln

Seit November 2002 leuchten am Mühlentor in Straelen drei neue Laternen. Sie gehören zum St. Martins-Brunnen, den der Künstler Hans-Peter Fonteyne aus Vernum zum hundertjährigen Bestehen des Straelener St. Martinszuges entworfen hat.

Die Idee war ebenso einfach wie überzeugend: Unter dem Motto "Brunnen statt Böller" begannen schon 2001 die Planungen. Durch Spenden, Sponsoring und tatkräftige Hilfe der Mitglieder und vieler Straelener Firmen konnte der Brunnenbau termingerecht realisiert werden.

Der Martinsbrunnen besteht aus einem Quellstein, der den Ausgangspunkt für eine aus Natursteinen gemauerte Spirale bildet. An und auf ihr tummeln sich fünf Bronzekinder, deren elektrisch beleuchtete Laternen teilweise Straelener Motive zeigen.

St. Lucia-Pumpe, Küfergasse

Bei der Sanierung der Gelderner Straße 1985 trat unter der Straßendecke ein alter Brunnen zu Tage. Die Nachbarschaft beschloss daraufhin, mit einer Pumpe an den Brunnen zu erinnern. Der Bildhauer von Levetzow wurde beauftragt eine Plastik der heiligen Lucia, der Patronin des benachbarten Gelderner Tores, zu schaffen. In der Zeit der Verfolgung der Kirche unter Diokletian soll der Märtyrerin, die vom eigenen Bräutigam angeklagt wurde, ein Schwert in die Kehle gestoßen worden sein. Erst nachdem ein Priester ihr die Hostie gereicht hatte, verstarb sie. Die Bezeichnung "Küfergasse" erinnert an das über 200 Jahre hier ansässige Fassmacherhandwerk.

Wasserspiel am Pfarrgarten Carl-Jaspers-Weg

 

Der direkte Zugang vom Parkplatz P 1 zur Innenstadt, über den Fußgängerüberweg, ist der Carl-Jaspers-Weg.

Seinen Namen verdankt der Fußweg dem ehemaligen Kaplan und begnadeten Kirchenmusiker in Straelen, Carl Jaspers.

Er war es, der von der Kanzel laut gegen den Kulturkampf des ehemaligen Kaisers Bismark gewettert hat. Ihm zu Ehren wurde mitten auf dem Weg ein Wasserspiel installiert.

Nahrholungsgebiet "Sieben Quellen"

Das Naherholungsgebiet "Sieben Quellen" liegt an der B 221, direkt im Wald.

Bereits in den 70er Jahren gab es im Rahmen der "Trimm-Dich-Welle" einen Fitnesspfad, heute ist das ein Walderlebnispfad. Direkt am Eingang liegen die "Sieben Quellen". Dabei handelt es sich nicht im eigentlichen Sinne nicht um Quellen, sondern um eine "nasse Stelle". Der Name "Sieben Quellen" kommt vom plattdeutschen Wort "siepen, also tröpfeln". Die nasse Stelle vereinigt sich in kleinen Rinnsalen zum Weiher von Paesmühle. Dieser diente einstmals der Familie Paes zum Betreiben einer Mühle. Dazu wurde das Wasser im Jahre 1340 künstlich gestaut und der heutige Spazierweg um den Weiher war zu damaliger Zeit ein Damm.

Informationen dazu bei Bernhard Keuck im Stadtarchiv, Tel. 02834/65 98